Eine Sammlung meiner Gedanken. Gesellschaftskritik, Satire.
Dienstag, 11. September 2012
Was wir vergessen sollten
Heute ist der 11. September. Ich weiss noch ganz genau, wie ihr alle schaetze ich, was ich damals gemacht habe als es passiert ist. Ich sass im Wohnzimmer und hab garnicht verstanden was grade geschieht. Meine Mutter war entsetzt, sie versuchte Familienmitglieder in den USA anzurufen, im Fernsehen weinten alle. Fuer ein Kind unbegreiflich.
An diesem Tag haben hasserfuellte Menschen beschlossen Unschuldige zu ermorden, aus einem Grund: Weil sie nicht mit ihrem Lebensstil zufrieden waren. Diese Maenner hassten die westliche Kultur und haben dies auch sehr deutlich gemacht. Das war falsch von ihnen. Aber der 11. September war, leider, ein Tag wie jeder andere.
Es ist natuerlich immer was anderes wenn es deine eigene Nation trifft und von meinen deutschen Freunden kann das keiner verstehen, weil der letzte Angriff auf Deutschland schon so lange her ist. Natuerlich ist Amerika kein Unschuldsland. Kein Land ist ein Unschuldsland, weil Nationen aus Menschen bestehen und Menschen nunmal durch ihre Unperfektheiten menschlich werden. Aber die Menschen die da gestorben sind haben keine Bomben auf Dresden abgeworfen. Sie haben keine afghanische Kleinstadt in die Luft gejagt. Sie haben es nicht verdient zu sterben.
Ich sehe keinen Unterschied zwischen den Opfern von 9/11 und den Menschen die jeden Tag an Hunger sterben, waehrend wir den halben Big Mac wegwerfen, oder denen, die an Krebs sterben waehrend ihre Familien hilflos zusehen muessen. Heute ist ein Tag wie jeder andere auf unserer Welt und wenn wir ehrlich sind, muessten wir eigentlich jeden Tag die unglaubliche Dummheit der Menschen betrauern, welches zu noch mehr Toten fuehrt, als ohnehin schon unumgaenglich sind. Denn in Wirklichkeit hat keiner es verdient zu sterben.
Vor allem von meinen Landsleuten (und vermehrt auch von Menschen hier in Deutschland) lese ich immer wieder Slogans wie "Never forget".
Ich bin geteilter Meinung: Einerseits finde ich, dass es von unendlicher Wichtigkeit ist vor allem eines niemals zu vergessen, naemlich, dass Krieg, Leid und Tod immer existieren werden. Andererseits frage ich euch, ist es wirklich notwendig uns immer wieder daran zu errinern? Passieren nicht jeden Tag genuegend schreckliche Dinge, die uns unserem Alltag entreissen? Es ist eine Sache uns an die schoenen Momente mit einem verstorbenen Freund zu errinern, eine voellig andere uns immer wieder eine grauenhafte Tat, von Hass inspiriert, in Errinerung zu rufen.
Ich schlage folgendes vor: Versuchen wir doch uns lieber an die guten Dinge zu errinern. Wie Woodstock. Oder die Party auf der du so viel Spass hattest. Oder das letzte mal wo du mit deinen Freunden oder deiner Familie so gelacht hast, dass dir die Traenen kamen. Nehmen wir zur Kenntnis, dass Terror falsch ist und sorgen wir dafuer, dass wir niemals so handeln wie diese Maenner am 11. September. Aber Ziel des Terrors ist, den Menschen Angst zu machen und sie paranoid zu machen. Das funktioniert nur, wenn man sich an die Ereignisse errinert. Wenn ihr den Terror bekaempfen wollt, muesst ihr nicht Bin Laden erschiessen, sondern realisieren, dass es vorbei ist. Schlimme Dinge passieren, aber hey, das Spiel geht weiter!
Ich bin zutiefst betruebt ueber jegliches Leiden auf der Welt. Ich bin sehr traurig ueber die unendliche Dummheit der Menschen. Am 11. September. Aber auch am 12. September. Und am 13. September. Und an jedem verdammten Tag, bis ans Ende der Zeit. Heute ist ein Tag wie jeder andere und wir sollten ihn soweit es geht geniessen!
Sonntag, 2. September 2012
Was macht schon gluecklich?
- Es wird jedem bekannt sein: Deine Eltern, deine Lehrer, deine Arbeitskollegen, deine Freunde, sie haben alle eine ziemlich genaue Vorstellung davon was "Glueck" eigl ist. Es wird einem erzaehlt, dass man einen guten Abschluss, eine gutbezahlte Arbeitsstelle und eine Familie braucht um gluecklich zu sein. Am besten noch einen sportlichen Ausgleich, ein kreatives Hobby, und den neusten Kram den Apple so auskotzt.Aber nichts von alledem garantiert mir "Glueck" in dem Sinne(ich persoenlich bezweifle sogar, dass Glueck an sich existiert). Weil wenn man letztendlich angekommen ist, ist man nicht mehr gluecklich, oder zumindest nur kurz, bis man anfaengt darueber nachzudenken wie lange das Glueck wohl anhaelt?
- "Kann ich selber vllt was tun, damit das Glueck bleibt?", denk ich mir, oder: "Werd ich jemals wieder so gluecklich sein?"
- Waehrenddessen schwindet schon die Zufriedenheit und mein gluecklicher Moment ist schon vorbei ohne dass ich ihn wirklich bemerkt habe.
- Manchmal denke ich Glueck sei die staerkste Droge die es gibt, die einfachste zu bekommen und die, welche die meisten Menschen auf dem Gewissen hat. Die staerkste Waffe der Regierung und aller die einen kontrollieren wollen und vor allem ein Gift, welches wir uns jeden morgen in unseren Kaffee mischen bevor wir in die Schule, oder zur Arbeit fahren.
- "ES KOENNTE BESSER SEIN!" Dieser Gedanke ueberfaellt uns und beschmutzt unsere Koepfe und es laesst uns nie wieder los.
- Damit lockt man uns quasi in die metaphorische Falle des "normalen Lebens", alle anderen sind so gluecklich, also muss ich das auch so machen und werde ein zufriedenes Leben fuehren.... Oder?
- Aber in Wahrheit ist keiner gluecklich, die meisten sind sogar niemals gluecklich gewesen, und wenn doch, dann nicht weil sie es beeinflusst haben, sondern weil es zufaellig so passiert ist.
- Ich glaube "Glueck" ist eine Miskonzeption und ich befuerchte die meisten menschen gehen durch ihr ganzes Leben mit dem Ziel gluecklich zu sein, ohne jemals ihr Ziel zu erreichen.Traurig, nicht wahr? Aber keine Sorge, das wird schon noch, ich bin zuversichtlich, dass wir frueher oder spaeter alle unseren Weg finden werden, aller Anfang ist bekanntlich schwer.Mit diesen optimistischen Worten und einem Bild von mir beim verfassen meines ersten Blog-Eintrags, bis zum naechsten mal Freunde!
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